Rad+Regio plant Reisen, bei denen der Zug die langen, unattraktiven Kilometer übernimmt und du die schönen radelst. Du sagst, wie weit du radeln willst — der Planer sucht Kombinationen aus Regionalbahn und Rad, die dazu passen. Diese Seite erklärt, wie er dabei vorgeht, wo seine Grenzen liegen und was die Markierungen an den Ergebnissen bedeuten.
Wie geplant wird
Das Rad-Budget ist eine Ressource, kein Limit. Übliche Router fragen: „Wie komme ich am schnellsten von A nach B?" Hier ist die Frage eine andere — du hast eine bestimmte Zahl Rad-Kilometer zur Verfügung, wo setzt du sie am besten ein? Der Planer versucht, sie dort zu verbrauchen, wo die Bahn schwach ist: Nebenstrecken, große Umwege, schlechte Anschlüsse. Die effizienten Abschnitte überlässt er dem Zug.
Du bekommst mehrere Optionen, nicht eine „beste". Zeit und Rad-Kilometer widersprechen sich; welcher Kompromiss der richtige ist, kann dir keine Software sagen. Deshalb stehen dort typischerweise zwei bis drei Varianten von „wenig Rad" bis „viel Rad". Die tatsächlich schnellste ist mit ⚡ markiert — das ist ausdrücklich nicht immer die mit den wenigsten Rad-Kilometern, denn die bahnlastige Variante kostet manchmal drei Umstiege.
Deine Wünsche sind Präferenzen, keine Filter. Rad-Distanz, Höhenmeter- und
Zeit-Wunsch schränken die Suche nicht hart ein. Findet der Planer nichts, was exakt passt,
zeigt er trotzdem die nächstbesten echten Verbindungen und markiert ehrlich, wie weit sie
danebenliegen — etwa 🎯 +12 km oder ⛰️ −300 Hm. Die Alternative wäre
eine leere Ergebnisliste, und die hilft niemandem weiter.
Fahrpläne: typischer Werktag, keine Echtzeit. Grundlage sind veröffentlichte Soll-Fahrpläne für einen typischen Werktag. Angaben wie „ca. stündlich" sind daraus geschätzte Takte. Das reicht, um zu beurteilen, ob eine Tour grundsätzlich funktioniert — es ist keine Reiseauskunft. Die konkrete Verbindung für deinen Tag prüfst du bitte bei der Bahn.
Radrouten kommen aus OpenStreetMap. Geroutet wird mit eigenen Profilen für Rennrad, Tourenrad, Mountainbike und E-Bike. Sie unterscheiden sich darin, was sie meiden (Hauptstraßen, grober Belag) und ob sie Steigungen ausweichen. Auch Wegart und Belag im Streckenprofil stammen aus OpenStreetMap — sie sind also so gut wie die Kartendaten vor Ort.
Höhenmeter zählen wir bewusst konservativ. Rohe Höhendaten rauschen stark; ungefiltert entstehen daraus Fantasiewerte. Wir glätten und filtern deshalb streng. Ergebnis: Unsere Werte liegen typischerweise 25–35 % unter dem, was Garmin oder Komoot für dieselbe Strecke anzeigen. Das ist kein Fehler, sondern eine Konvention — rechne sie mit ein, wenn du einen Höhenmeter-Wunsch einträgst.
Häufige Fragen
Warum liegt eine Option über oder unter meinem Rad-Budget?
Weil in deinem Wunschbereich nichts Sinnvolles existierte. Statt „keine Ergebnisse" zu melden, zeigt der Planer die nächstgelegene funktionierende Bahn-und-Rad-Kombination und markiert die Abweichung an der Option. Dasselbe gilt für den Höhenmeter- und den Zeit-Wunsch: Sie sind Präferenzen, keine Filter. Wenn dich das stört, erhöhe den Spielraum oder verschiebe die Ziel-Distanz.
Warum sehe ich manchmal nur eine einzige Option?
Weil die übrigen Kandidaten sich zu wenig unterschieden oder ihre Radstrecke nicht berechenbar war. In dünn erschlossenen Gegenden gibt es oft nur eine sinnvolle Bahnachse. „Gründlich" unter „Weitere Optionen" sucht breiter und findet dann gelegentlich doch noch eine Alternative.
Meine Höhenmeter stimmen nicht mit Komoot oder Garmin überein.
Das ist zu erwarten und kein Fehler: Wir zählen absichtlich konservativer, typischerweise 25–35 % weniger. Rohe Höhendaten rauschen stark, und ungefiltert entstehen daraus Fantasiewerte — wir glätten deshalb streng. Praktische Faustregel: Wenn du 1000 Höhenmeter vom Radcomputer kennst und so eine Tour suchst, trag hier eher 700 ein.
Warum finde ich keine Touren mit vielen Höhenmetern?
Meistens liegt es nicht am Planer, sondern an der Geometrie. In den Formen mit Rad-Rückweg („🚆 hin · 🚲 zurück" und umgekehrt) hängt die Reichweite genau an diesem Rückweg — er muss innerhalb deines Rad-Budgets zu schaffen sein, und das begrenzt den Radius um deinen Ausgangspunkt. Wohnst du im Flachland, liegen die Berge schlicht außerhalb dieses Kreises.
Der Ausweg ist die dritte Form: 🚆 hin & zurück · 🚲 Schleife. Dort fährst du mit dem Zug hin und zurück und radelst am Wendepunkt eine Schleife — der Radius hängt damit an der Bahnzeit statt am Rad-Rückweg, der Zug darf dich also weit ins Hügelland bringen. Ab Berlin reicht das bis in die Sächsische Schweiz, ab München bis Garmisch.
Kann ich mich auf die Abfahrtszeiten verlassen?
Nein. Das ist der Soll-Fahrplan eines typischen Werktags, ohne Echtzeit, Baustellen oder Ausfälle. Nimm die Zeiten als „so funktioniert die Tour ungefähr" und prüfe die konkrete Verbindung vor der Fahrt bei der Bahn.
Darf ich mein Rad überhaupt mitnehmen?
Im Regionalverkehr meistens ja, oft mit eigener Fahrradkarte und mit Sperrzeiten zur Hauptverkehrszeit. Im Fernverkehr (ICE/IC) ist eine Reservierung Pflicht, die Stellplätze sind knapp und häufig früh ausgebucht. Der Planer nutzt Fernverkehr nur, wenn du den Haken setzt — und weist dann darauf hin. Prüfe die Mitnahme bitte je Verbindung selbst; die Regeln unterscheiden sich je Betreiber.
Was bedeuten Schnell, Normal und Gründlich?
Wie viel Aufwand die Suche treibt. Die Stufen bauen aufeinander auf: Normal enthält Schnell, Gründlich enthält beide. Jede Stufe prüft mehr Bahnhöfe, Korridore und Radvarianten und bewertet danach alle Treffer neu — deshalb können sich Vorschläge während der Suche noch verbessern oder ersetzt werden. Was du zwischendurch siehst, ist also ein vorläufiger Stand. Gründlich kann ein bis zwei Minuten dauern.
Was ist der Unterschied zwischen den drei Modi?
Strecke A→B plant von hier nach dort. Rundtour ab Ort plant einen Tagesausflug, der wieder zu Hause endet — wahlweise mit dem Zug raus und dem Rad zurück, umgekehrt, oder Zug hin und zurück mit einer Rad-Schleife am Wendepunkt (siehe oben). Frei planen ist reines Radfahren: Du klickst die Punkte selbst auf die Karte.
Wie wirken Zwischenstopps auf das Rad-Budget?
Das Rad-Budget gilt immer für die Gesamtstrecke, nicht je Teilstrecke. Der Planer sucht für jeden Abschnitt eigene Varianten und stellt daraus die schnellste Kombination zusammen, die insgesamt ins Budget passt. Nicht eingerechnet ist die Zeit, die du an den Zwischenstopps selbst verbringst — wie lange du dort bleiben willst, weißt nur du.
Was heißt „↺ Zusatzschleife"?
Die direkte Radroute wäre kürzer gewesen als dein eingestelltes Minimum, also wurde ein Umweg eingebaut, um das Budget zu füllen. Ehrlich gesagt ist das eine Verlegenheitslösung — wenn du sie nicht willst, senke das Minimum.
Was bedeutet „⚡ schnellste"?
Diese Option ist unter den angezeigten tatsächlich die schnellste von Tür zu Tür. Das wird extra markiert, weil man es sonst falsch rät: Die Variante mit den wenigsten Rad-Kilometern ist es oft nicht, weil sie mehr Umstiege und Wartezeit einkauft.
Was heißt „Kurz & steil" bzw. „Flacher & länger"?
Manchmal gibt es zwei ehrlich verschiedene Wege zum selben Ziel: Einer spart Kilometer und kauft dafür Höhenmeter, der andere macht es umgekehrt. Wenn der Planer so ein Paar findet, zeigt er beide nebeneinander, statt still eines davon für dich auszuwählen.
Warum steht bei Zielen im Ausland ein Hinweis?
Weil der verwendete Fahrplan-Feed deutsch ist. Grenzüberschreitende Züge stecken darin, das lokale Angebot jenseits der Grenze oft nicht. Es kann deshalb passieren, dass der Planer dich das letzte Stück radeln lässt, obwohl dort in Wirklichkeit Regionalzüge fahren.
Warum fehlen für manche Gegenden Radstrecken?
Die Kartendaten fürs Radrouting liegen regionsweise auf dem Server, und am Rand des abgedeckten Gebiets — vor allem im Osten und Südosten — fehlen noch welche. Betroffene Radstrecken werden dann übersprungen: Die Vorschläge weichen dort auf die Bahn aus, oder es fehlen Varianten. Der Planer sagt dir, wenn das passiert ist, statt die Lücke als Optimum auszugeben.
Kann ich eine vorgeschlagene Route ändern?
Ja, an drei Stellen. Zieh die grüne Radlinie an eine andere Stelle, um einen Zwischenpunkt zu setzen. Verschiebe Start- oder Zielpunkt direkt auf der Karte — dann wird komplett neu geplant. Und in der aufklappbaren Halteliste einer Bahn-Etappe kannst du den Umstieg auf einen anderen Bahnhof verlegen („🚲 ab hier radeln").
Wie bekomme ich die Route aufs Rad?
Jede Option hat einen GPX-Download; er enthält die Rad-Abschnitte mitsamt Höhenangaben und lässt sich in Komoot, Garmin oder ähnliche Apps laden. Die gesamte Suche kannst du über „🔗 Link teilen" als Adresse kopieren und weitergeben.
Warum ist die erste Suche auf einer neuen Strecke so langsam?
Weil die Radstrecken dann wirklich gerechnet werden, und zwar viele davon. Die Ergebnisse werden gespeichert — die zweite Suche in derselben Gegend ist deutlich schneller.
Was passiert mit meinen Eingaben?
Eingegebene Orte werden zur Berechnung an externe Dienste geschickt (Adresssuche sowie Wetter- und Höhendaten) und nicht dauerhaft gespeichert. Die Liste „Zuletzt" liegt ausschließlich in deinem Browser. Beachte: Geteilte Links enthalten die eingegebenen Orte.
Warum steht da „Prototyp"?
Weil es einer ist — ein privates Projekt, keine kommerzielle Reiseauskunft, ohne Garantie auf Verfügbarkeit oder Richtigkeit. Es lohnt sich, Ergebnisse vor einer Fahrt gegenzuprüfen. Feedback ist ausdrücklich willkommen.